Da die öffentlichen Ressourcen zur Erweiterung des bestehenden Förderprogrammes beschränkt sind, wurde 2008 die Idee geboren, zusätzliche Mittel dafür aufzustellen und damit der Grundstein für das Projekt Klein.Blind.Kind gelegt.
Diese Mittel werden durch Aktivitäten des Lions Club Linz City, persönliches Engagement des Sehfrühförderteams und Spenden bereitgestellt.
Umgesetzt wurde das Projekt 2008 mit dem ersten Eltern-Kind Wochenende, das seither jährlich einmal durchgeführt wird. Die Zielsetzung war, Eltern und Kindern Therapiemöglichkeiten zu ermöglichen die in der klassischen Sehfrühförderung nicht möglich sind, den Erfahrungsaustausch zwischen den Eltern zu fördern, Erholung für die Familien zu bieten um mehr Leichtigkeit und Freude zu erleben. Medizinische und pädagogische Fachinformation zu vermitteln und den Eltern die Möglichkeit zu geben ihre Aufmerksamkeit einmal ausschließlich auf die Geschwisterkinder zu richten um Zeit mit ihnen zu Verbringen.
In den letzten Jahren konnten so viele Familien und deren Kinder mit Sehbehinderung, Blindheit mit und ohne Mehrfachbehinderung, sowie deren Geschwister an den Eltern-Kind-Wochenenden teilnehmen.
Zusammenfassend verliefen alle bisherigen Eltern-Kind-Wochenenden sehr erfolgreich. Nach Ergebnissen der Elternbefragungen konnten alle Projektziele erreicht werden. Die Kinder lernten neue Behandlungsformen kennen und es fand viel Erfahrungsaustausch zwischen den Eltern statt.
DIE SEHFRÜHFÖRDERUNG BIETET:
SEHFRÜHFÖRDERZENTRUM
Betreuung und Therapie am Standort: Im Sehfrühförderzentrum in der Rudigierstraße 10a ist es möglich, visuelle Förderung ambulant anzubieten. Das Sehfrühförderzentrum bietet Raum für Erstbesprechungen für Eltern von sehbehinderten-, blinden, bzw. mehrfachbehinderten Kindern.
Nach einer entsprechenden diagnostischen Abklärung, wird mit den Eltern ein ausführliches, persönliches Gespräch geführt. Möglichkeiten und Grenzen der Sehfrühförderung werden aufgezeigt und umfassend erklärt. Ein standardisierter Diagnostikbogen gibt präzise Hinweise auf Teilleistungsstörungen.
Pädagogische Sehfrühförderung für Kinder mit Sehbehinderung oder Blindheit arbeitet auf Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse über die frühkindliche Entwicklung insbesondere im visuellen System und betrachtet das familiäre Umfeld als wesentliche Entwicklungsbasis.
Das kontinuierliche Angebot richtet sich an Kinder von Geburt an bis zum Schuleintritt.
Das Kind wird im Kontext einer Familie begleitet und gefördert. Dazu gehört auch die Unterstützung der Familie im Verarbeitungsprozess der Sehschädigung des Kindes, sowie die Aufklärung über Art, Ausmaß und Wertigkeit der Sehbeeinträchtigung, über Integrationsmöglichkeiten zu informieren und Hilfestellung zu geben bei der Beschaffung von Hilfsmitteln. Darüber hinaus ist es wesentlich, auch das gesellschaftliche Umfeld für die speziellen Bedürfnisse für Kinder mit Sehbehinderung, Blindheit oder Mehrfachbehinderung zu sensibilisieren. Die Kooperation und Koordination mit anderen Fachpersonen ist ebenso notwendig für eine gelungene Förderung.
Um die bestmögliche Voraussetzung für eine visuelle Therapie zu schaffen, gibt es einen Stimulationsraum, der mit speziellen Fördermaterialien ausgestattet wurde, um optisch stimulierende Reize für die Kinder anzubieten. Hier werden im abgedunkeltem Raum Licht-, Farb- und Mustereffekte gegen einen kontrastreichen Hintergrund eingesetzt, um das Sehsystem anzuregen.
Für die visuelle Stimulation zu Hause arbeiten die Sehfrühförderinnen mit verschiedenen Hilfsmitteln und Medien wie:
Für blinde Kinder gibt es ausreichend blindenspezifisches Material, wie:
Für mehrfach behinderte Kinder sind zusätzliche Materialien zur Anregung und Schulung aller Wahrnehmungsbereiche und zur "Sensorischen Integration" in Verwendung:
Um den Familien auch die Möglichkeit zu bieten, in Kontakt mit anderen Eltern zu kommen und sich auszutauschen ist das Team der Sehfrühförderung aktiv im Begegnungszentrum:
Lions Linz City unterstützt das Projekt.